NÖ-IMKERVERBAND

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Bericht Jugendreferent für das Jahr 2011

Dem vorjährigen Aufruf an die Bezirksobmänner, Jugendreferenten in den Bezirken zu installieren, kamen leider nur wenige Bezirke nach. Gerade in den letzten beiden Jahren hat sich in Sachen Nachwuchs enorm viel bewegt. Hunderte Interessierte besuchten die Neueinsteiger-Kurse und begannen bereits vielfach mit der Imkerei. Es ist jetzt enorm wichtig, dass diese Anfänger nicht in der Luft hängen bleiben. Und genau da ist eine spezielle Betreuung unbedingt notwendig.

Viele Anfänger können mit dem üblichen Vereinswesen leider nicht wirklich viel anfangen. Eine Integration erscheint vielfach leider nur schwer möglich zu sein. Die Interessen eines Anfängers sind halt einmal nicht die üblichen Vereinsgespräche. Er (sie) möchte Probleme besprechen. Eine Hilfestellung bei der Bewältigung der Anfänger-Schwierigkeiten. In einigen Vereinen funktioniert es allerdings ganz gut. Dort wird dem Anfänger sogar ein Pate zur Seite gestellt, der ihn über die ersten Hürden hinweghilft. Es gehört definiert, was als moderne Imkerei zu bezeichnen ist. Ist das Kuntzsch-Maß für einen jungen Menschen, der noch voll im Arbeitsleben steht wirklich sinnvoll. Welche Betriebsweise ist rationell und Ziel führend zugleich?

All das sind Dinge, die ich gerne in einer eigenen Arbeitsgruppe im Land Niederösterreich besprechen möchte. Dazu brauche ich aber Vertreter aus den Bezirken, um nicht an den wirklichen Problemen vorbei zu diskutieren. Ich biete an, wenn es mir vom Termin her möglich ist, zum jeweiligen Bezirksimkertag zu kommen und meine Vorstellungen für eine Zielführende Jugend- und Nachwuchsarbeit vor Ort zu besprechen und zu erklären.

Des Weiteren müssen wir in Niederösterreich die Zusammenarbeit mit den Schulen unbedingt intensivieren. Es ist zwar ein sehr langfristiges Konzept, aber in den Pflichtschulen sitzen bereits unsere zukünftigen Imkerkollegen. Wir müssen sie nur mehr davon begeistern. Schüler haben Spaß an Wettkämpfen. Es wäre schön, könnten wir Niederösterreich weit ein kleines Netzwerk aufbauen und Schüler zu Wettkampfgruppen zusammenschließen.

Ich nehme an, dass die meisten Imker meinen Bericht vom Internationalen Jungimkertreffen in Warth gelesen haben. Ich habe im Juli gemeinsam mit der Mannschaft der NÖ Imkerschule das 2. Internationale Jungimkertreffen organisiert. Auch dort gab es einen Wettkampf, der die Jugendlichen begeisterte. Vom Präsidenten Gruscher bekam ich bereits das OK, so einen Wettkampf Niederösterreich weit zu organisieren. Wir benötigen dazu Jugendliche im Alter zwischen 12 und 16 Jahren, die sich bei den Bienen auskennen, vielleicht sogar selbst mit den Eltern gemeinsam imkern. 2 der Teilnehmer aus dem Europameister-Team stammen übrigens aus Niederösterreich. Vielleicht ist das ein Ansporn, Jugendliche für die Idee zu begeistern. Wer weiß, vielleicht findet sich der eine oder andere Schüler dann selbst im Team, welches Österreich beim nächsten internationalen Jungimkertreffen vertritt.

Noch einmal daher mein Aufruf an alle Bezirksobmänner: Bitte nennt mir einen Verantwortlichen des Bezirkes für die Jugendarbeit. Ich kann mich noch so bemühen. Ohne Unterstützung werde auch ich nichts zuwege bringen. Die Neueinsteiger-Förderung, welche ich vor einigen Jahren sehr mühsam in den Förder-Rang bekam beginnt schön langsam zu greifen. Knüpfen wir jetzt gemeinsam dort an und schauen wir, dass sich unsere Vereine nicht „kahl fliegen.“

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und die Unterstützung

Albert Schittenhelm
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